Seitenbereiche:

Hauptmenü:

Top menü


Investitionen in die Entwicklung von Waldgebieten und Verbesserung der Lebensfähigkeit von Wäldern (Artikel 21)





Die Maßnahme Investitionen in die Entwicklung von Waldgebieten und Verbesserung der Lebensfähigkeit von Wäldern (Artikel 21) beinhaltet folgende Vorhabensart:

Vorbeugung von Schäden und Wiederherstellung von Wäldern nach Waldbränden, Naturkatastrophen und Katastrophenereignissen - Forstschutz (8.4.1)



Förderungsziele

1.     Reduktion von Waldschäden durch abiotische und biotische Schadfaktoren

2.     naturnahe, widerstandsfähige Waldbestände




Allgemeine Informationen

Die Abgabe und Entgegennahme des Förderantrages stellt keine automatische Genehmigung oder Förderzusage dar, und es besteht kein Anspruch auf Förderung.

Weiters wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Eingangsdatum des Förderantrages als frühestmöglicher Zeitpunkt für die Anerkennung von Kosten gilt. Ein Projektbeginn vor dem Einreichdatum (z.B. Inanspruchnahme von Dienstleistungen) bedeutet den Ausschluss von der Förderung.

Jegliche Ausgaben seitens des  Förderungswerbers bis zu einer allfälligen schriftlichen Förderzusage durch die Bewilligende Stelle erfolgen auf eigene finanzielle Verantwortung.

Eine allfällige Bewilligung (Förderzusage) kann erst nach Vorlage eines formal vollständigen Antrags mit allen erforderlichen Antragsunterlagen und nach dem Durchlaufen des Auswahlverfahrens auf Basis der zur Verfügung stehenden Finanzmittel erfolgen.

Beim Förderungsantrag dürfen keine Aktivitäten (Fördermaßnahmen) kombiniert werden! Es muss für jedes Vorhaben (z.B. Fangbaum oder Mulchen) ein eigener Antrag gestellt werden. 

Eine Mischung von Flächen unterschiedlicher Gebietskulisse (WEP-Ziffer: S1, S2/S3) ist zu vermeiden, da sonst der niedrigere Fördersatz für das gesamte Projekt herangezogen wird.

WICHTIG:

Für Flächen, auf die sich ein Aufarbeitungsbescheid bezieht, kann kein Förderungsantrag betreffend "Fangbaumvorlage" und "Hacken" gestellt werden!




Förderungsvoraussetzungen

Für Vorhaben gemäß Punkt 25.2.2 (Sonderrichtlinie LE 14-20) werden folgende Ereignisse anerkannt: Windwurf, Schnee- und Eisbruch, Lawinen- oder Murenabgang, Steinschlag, Hochwasser, Trockenheit, Waldbrand, Massenvermehrung von Forstschädlingen.

Vorhaben gemäß Punkt 25.2.2 (Sonderrichtlinie LE 14-209 werden nur dann gefördert; wenn für das Schadereignis keine Förderung aus dem Katastrophenfonds beantragt oder genehmigt wurde.

Bestätigung der Forstbehörde, dass bei Vorhaben gemäß Punkt 25.2.2 (Sonderrichtlinie LE 14-20) mindestens
20 % des forstlichen Produktionspotenzials zerstört wurden.

Als „forstliches Produktionspotenzial" gilt eine betroffene Mindestwaldfläche von 100 Hektar innerhalb einer Forstaufsichtsstation unabhängig von der Besitzstruktur. Die Fläche ist kartographisch festzuhalten. Das Schadausmaß ist von der Forstbehörde festzuhalten [Beschreibung, kartographisch (Karte, Luftbild, elektronisch)] und dem jeweiligen Förderungsantrag beizulegen.

Bei Vorliegen einer flächenhaften Gefährdung des Bewuchses durch jagdbare Tiere gemäß § 16 Abs. 5 Forstgesetz 1975 ist eine Förderung nicht möglich.

Die Vorhaben orientieren sich an der natürlichen Waldgesellschaft mit der entsprechenden Baumartenwahl und -mischung und sind den örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Betriebe ab einer Größe von 100 Hektar Waldfläche haben waldbezogene Pläne vorzuweisen.

Vorhaben betreffend Schutzinfrastrukturen, die sich auf „Einzugsgebiete" gemäß § 99 Forstgesetz 1975 oder „Arbeitsfelder" gemäß § 1 Wildbachverbauungsgesetz 1959 beziehen, bedürfen eines positiven Gutachtens der örtlich zuständigen Dienststelle gemäß § 102 Forstgesetz 1975.

Planung und technische Abwicklung der Vorhaben betreffend Schutzinfrastrukturen sind im Einvernehmen mit der zuständigen wasserbaulichen Dienststelle des jeweiligen Bundeslandes oder den örtlich zuständigen Dienststellen gemäß § 102 Forstgesetz 1975 durchzuführen.

Vorhaben betreffend Schutzinfrastrukturen: Vorliegen der wasserrechtlichen Bewilligung gemäß WRG 1959 sowie von allenfalls weiteren erforderlichen rechtlichen Bewilligungen.

Vorhaben gemäß Punkt 25.2.1.4 und 25.2.1.5 (Sonderrichtlinie LE 14-20) beziehen sich auf

  • Waldflächen mit mittlerer bis hoher Schutzfunktion gem. Waldentwicklungsplan (§ 9 Forstgesetz 1975) oder
  • Waldflächen mit Objektschutzwirkung gem. Bezirksrahmenplan

 

Schwerpunktsetzung in Niederösterreich:

  • Bei Förderung einer Fangbaumvorlage sind mind. 17 Stück à € 30,- Standardkostensatz notwendig = Mindestgesamtkosten € 510,- . 

Wenn von einem Betrieb beabsichtigt ist, mehr als 100 Fangbäume zu beantragen, ist der Forstbehörde von diesem Betrieb vorab ein Forstschutzkonzept vorzulegen. Zu diesem Konzept gehört auch ein Lageplan worin die Lage der Fangbäume GIS-mäßig verortet ist.

Erst nach fachlicher Genehmigung dieses Konzeptes durch die Forstbehörde kann ein Förderantrag gestellt werden (nähere forstfachliche Details zu diesem Konzept werden vom Forstschutzreferenten bekannt gegeben).

  • Bei der Förderung „Mulchen" muss die Fläche mind. 0,40 ha ( 4 mal 0,1 ha sind möglich!) betragen um die Mindestkosten zu erfüllen,
    Standardkostensatz: € 1.300,- pro Hektar

             Ergibt bei 0,4 ha Mindestgesamtkosten von € 520,-

  • Bei der Förderung „Hacken" wird mit tatsächlichen Kosten abgerechnet

Der Erlös aus dem Hackgut wird den anfallenden Kosten gegengerechnet. Falls dann noch Kosten übrig bleiben, können diese zur Förderung eingereicht werden!

Vergleichsangebote sind notwendig

  • Entrindung in schwer begehbaren Gebieten bzw. unbringbaren Lagen

              Standardkostensatz € 31,50 pro Baum

               Pro Antrag sind mind. 16 Bäume erforderlich.

  • Rüsselkäferbekämpfung

              Standardkostensatz € 231,- pro Hektar

              Mindestfläche daher 2,2 ha




Förderungsart und -ausmaß

Zuschuss zu den anrechenbaren Investitions- und Sachkosten (einschließlich projektbezogener Personalkosten) unter Bezugnahme auf Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 702/2014 im Ausmaß von 40 % bzw. 60 % auf Waldflächen mit mittlerer bis hoher Schutzfunktion bzw. 80 % bei Vorhaben zur Bekämpfung der Massenvermehrung von Forstschädlingen (Entrindung von Stämmen vor Ort, Fangbaumlegung) oder Rüsselkäferbekämpfung.

Die Abrechnung der Kosten kann durch Nachweis tatsächlich getätigter Ausgaben oder unter Heranziehung von standardisierten Einheitskosten in Form der Pauschalkostensätze gemäß Punkt 1.7.7.4 (Sonderrichtlinie LE 14-20) erfolgen. Die Bewilligende Stelle hat den Abrechnungsmodus in der Genehmigung festzulegen.

Die anrechenbaren Kosten betragen mindestens € 500,- je Vorhaben.




Auswahlverfahren und Auswahlkriterien

Die bei der Bewilligenden Stelle (Abteilung Forstwirtschaft, LF4) eingereichten Förderanträge werden auf Vollständigkeit und Einhaltung der Zugangsvoraussetzungen geprüft. Ordnungsgemäß eingereichte und den Zugangsvoraussetzungen entsprechende Anträge werden einem Auswahlverfahren unterzogen.

Die Auswahl der Anträge erfolgt in einem geblockten Auswahlverfahren. Im jeweiligen Auswahldurchgang werden all jene Anträge einbezogen, die bis zu einem festgelegten Stichtag soweit vollständig sind, dass sie dem Vorhabens spezifischen Bewertungsschemas unterzogen werden können. 

Es sind mindestens zwei Auswahlverfahren pro Jahr vorgesehen. Die Stichtage werden von der Bewilligenden Stelle vorab veröffentlicht.

Hier finden Sie die Beschreibung der Auswahlkriterien zu Vorhabensart 8.4.1.




Bekanntmachung Stichtag

Die Antragstellung für die Vorhabensart „Vorbeugung von Schäden und Wiederherstellung von Wäldern nach Waldbränden, Naturkatastrophen und Katastrophenereignissen - Forstschutz (8.4.1)" ist laufend möglich. Nur jene Förderanträge, die Niederösterreich betreffen und bis zu dem nachstehend angegebenen Stichtag vollständig bei der zuständigen Bewilligenden Stelle, dem

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Forstwirtschaft (LF4)
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten, Haus 12, 4. Stock,

eingelangt sind, können beim anschließenden Auswahlverfahren berücksichtigt werden. Das Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung LF4, gibt daher als Stichtag für eine Einbeziehung in den nächsten Auswahldurchgang den

7. März 2017

bekannt.

Die Förderanträge können postalisch an oben genannte Adresse per Fax (02742/9005-13620) bzw. eingescannt an post.lf4@noel.gv.at übermittelt werden.

Der Stichtag für das nächste Auswahlverfahren ist voraussichtlich im 3. oder 4. Quartal 2017.

Hinweis:

Mit dem Auswahlverfahren soll sichergestellt werden, dass eine bessere und zielgerichtete Nutzung der budgetierten Finanzmittel und die Mittelverfügbarkeit bis zum Periodenende gewährleistet ist.

Die Bewilligende Stelle prüft Förderanträge in der Reihenfolge ihres Einlangens auf Vollständigkeit und gibt die Möglichkeit der Nachreichung von fehlenden Angaben und Unterlagen innerhalb einer angemessenen Frist.

Für den Auswahldurchgang können jedoch nur jene Förderanträge berücksichtigt werden, die bis zum genannten Stichtag vollständig vorliegen. Alle anderen Förderanträge werden nach entsprechender Vervollständigung in den nachfolgenden Auswahldurchgang einbezogen. Der anlässlich der Annahme des Förderantrags mitgeteilte Zeitpunkt der Kostenanerkennung bleibt aber gewahrt.

Die Vorhaben werden sodann durch ein bundesweit angelegtes eindeutiges, transparentes und objektives Bewertungsschema anhand von Auswahlkriterien mit einem Punktesystem qualitativ und quantitativ beurteilt.

Die Auswahlkriterien, die für das Auswahlverfahren herangezogen werden, sind oben beschrieben.








|

Footer


Letzte Änderung dieser Seite: 11.11.2016

Nö Landkarte Amstetten Baden Bruck a. d. Leitha Gmünd Gänserndorf Hollabrunn Horn Korneuburg Krems Lilienfeld Melk Mistelbach Mödling Neunkirchen Scheibbs St. Pölten Tulln Waidhofen a. d. Thaya Wiener Neustadt Zwettl

Detailbereichsmenü und Zusatzinformationen aus dem Bereich Forstwirtschaft

> > > > > >
Forstwirtschaft