Digitalisierung in Niederösterreich

Bewusstsein schaffen, Wandel unterstützen, Menschen qualifizieren und bestmöglich auf die laufenden Veränderungen vorbereiten

Digitalisierung ist Realität

Alle Regionen und Länder dieser Welt setzen sich in irgendeiner Weisemit der Thematik der Digitalisierung auseinander. Insofern ist die Digitalisierung bereits eine Realität, dieChancen und Herausforderungen mit sich bringt. Vor allem die Industrieländer sehen die Digitalisierung als zentralen Entwicklungstreiber. Dabei sind die grundlegenden Themen der Digitalisierung klar am Tisch: Es geht um Ausbildung und Qualifizierung, Ausbau von Infrastruktur sowie um Nutzung und Sicherheit von Daten. Jedenfalls werden von der Digitalisierung neue Lösungen, neue
Geschäftsmodelle und neue Services erwartet.

Auch Niederösterreich ist Teil dieser Entwicklungen. Unter dem Slogan „Den digitalen Wandel nutzen. Für Land und Leute.“ stellt sich das Land diesen Veränderungen und verfolgt eine klare Strategie und eine Vielzahl daraus abgeleiteter Maßnahmen um die umfassenden Chancen
die die Digitalisierung mit sich bringt bestmöglich zu nutzen.

Im Zentrum dieser Entwicklungen stehen die Menschen. Der Fokus der Aktivitäten liegt daher darauf, Bewusstsein zu schaffen, den Wandel zu unterstützen, die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zu qualifizieren und durch die künftigen Veränderungen zu begleiten. Dadurch eröffnen sich auch neue Chancen für den ländlichen Raum.


NÖ ist Zukunftsland

Niederösterreich ist mit 19.186 km² flächenmäßig das größte Bundesland Österreichs und nach der Bevölkerungszahl das zweitgrößte.

Viele aktuelle Gegebenheiten stellen Niederösterreich auch in Bezug auf die voranschreitende Digitalisierung vor große Herausforderungen. Eine davon liegt in der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur, sprich der Versorgung aller Wohnsitze mit Breitband.

"Ein Wohnsitz gilt per definitionem als versorgt, wenn an diesem Standort eine Bandbreite von 30 Mbps zur Verfügung steht. 2015/2016 wies Niederösterreich eine gebietsweise Versorgungslücke von 24 Prozent bei den Wohnsitzen auf."

Eine weitere Herausforderung liegt in der hohen Heterogenität der Regionen Niederösterreichs untereinander und innerhalb dieser Regionen selbst. Die Unterschiede machen sich an verschiedenen Aspekten bemerkbar, sei es in der Demographie, in der wirtschaftlichen Struktur und Dynamik, in der Kaufkraft, im Arbeitskräftepotenzial, aber auch in der Versorgung und
nicht zuletzt in der Erreichbarkeit. Wie in vielen europäischen Gebieten besteht ein hohes Spannungsfeld zwischen stark wachsenden Zentralräumen und peripheren Regionen
mit abnehmender Bevölkerungszahl. Daher gilt es regionsspezifische Bedürfnisse und Notwendigkeiten für die Digitalisierung zu berücksichtigen.

Niederösterreich hat wesentliche Stärken, auf die eine Strategie zur Digitalisierung aufbauen kann. In Niederösterreich liegen wichtige Verkehrsachsen von Straße, Schiene undWasserstraße sowie der Flughafen – die Verkehrsdrehscheibe Österreichs. Das Bundesland verfügt über eine
diversifizierte Unternehmensstruktur mit einem hohem KMU-Anteil und der dynamische Forschungs- und Bildungsbereich hat in den letzten 20 Jahren zur Etablierung von 13 neuen
tertiären Bildungseinrichtungen geführt.

In vielen Bereichen der Verwaltung – sei es die Landesverwaltung, die Bezirkshauptmannschaften, die Landesverwaltungsgerichte, der Landesrechnungshof oder
die Patientenanwaltschaft – hat die Digitalisierung die Arbeitsprozesse bereits maßgeblich verändert, beschleunigt und erleichtert. Beispielsweise arbeiten alle seit 2014 durchgängig mit elektronischen Akten, die sowohl vom Arbeitsplatz als auch unterwegs abrufbar sind.

Es gibt mittlerweile mehr als 100 Online-Formulare wie jenes zum Semesterticket. Sämtliche Wirtschaftsförderungen können über das Online-Wirtschaftsportal abgewickelt
werden.


Mit viel Erfahrung den Weg weitergehen

NÖ befindet sich mitten in der Digitalisierung

Mit Jahresbeginn 2015 startete im Wirtschaftsressort des Landes Niederösterreich ausgehend von den zahlreichen Initiativen rund um „Industrie 4.0“ das Projekt „Wirtschaft 4.0“, das
sich mit den Auswirkungen des technologischen Wandels beschäftigte. 

„Wirtschaft 4.0“ deshalb, da Digitalisierung nicht nur für größere Industriebetriebe relevant ist, sondern insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen große Chancen bietet. Deshalb wurde gerade für diese Gruppe Maßnahmen und Initiativen gestartet.

Im Sommer 2016 startete der Prozess zur Erarbeitung einer zukunftsorientierten mittel- bis langfristigen Digitalisierungsstrategie. Für eine tragfähige Entwicklung wurden folgende Schritte gesetzt:

  • Analyse aktueller Studien und Expertisen 

  • Veranstaltungen für Unternehmen, Schulen und Bevölkerung zu Teilaspekten der Digitalisierung wie beispielsweise additive Fertigung, 3D-Druck Mensch- Maschine-Inter-
    aktion, Digitalisierung und Qualifizierung, Datenmanagement und Lernen aus Daten u.a. 

  • Gründung der „Geschäftsstelle für Technologie und Digitalisierung“ in der Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie beim Amt der NÖ Landesregierung

  • Arbeitsgespräche mit sieben ressortübergreifenden und themen-spezifischen Arbeitsgruppen sowie Start eines umfassenden verwaltungsinternen Prozesses zur
    Weiterentwicklung und Implementierung von digitalen Anwendungen in den Verwaltungsprozessen

  • Etablierung eines Beirates mit internationalen Expertinnen und Experten zum Austausch sowie zur kritischen Reflexion der Digitalisierungsstrategie und deren Umsetzung

Dieser gemeinsame Entwicklungsprozess bietet für alle die Chance, neue Räume der Zusammenarbeit zu eröffnen und die Zukunft neu zu denken.

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Tel.: 02742/9005 - 16165
Fax: 02742/9005 - 16330
Letzte Änderung dieser Seite: 11.1.2018
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