Digitalisierung in Niederösterreich

Bewusstsein schaffen, Wandel unterstützen, Menschen qualifizieren und bestmöglich auf die laufenden Veränderungen vorbereiten

Digitalisierung ist Realität

Foto von Menschen, die ein Selfie mit einem Tablet machen
© michael liebert

Alle Regionen und Länder dieser Welt setzen sich in irgendeiner Weise mit der Thematik der Digitalisierung auseinander, die Chancen und Herausforderungen mit sich bringt. Vor allem die Industrieländer sehen die Digitalisierung als zentralen Entwicklungstreiber. Dabei sind die grundlegenden Themen der Digitalisierung klar am Tisch: Es geht um Ausbildung und Qualifizierung, Ausbau von Infrastruktur sowie um Nutzung und Sicherheit von Daten. Jedenfalls werden von der Digitalisierung neue Lösungen, neue Geschäftsmodelle und neue Services erwartet.

Auch Niederösterreich ist Teil dieser Entwicklungen. Unter dem Slogan „Den digitalen Wandel nutzen. Für Land und Leute.“ stellt sich das Land diesen Veränderungen und verfolgt eine klare Strategie und eine Vielzahl daraus abgeleiteter Maßnahmen um die umfassenden Chancen die die Digitalisierung mit sich bringt bestmöglich zu nutzen.

Im Zentrum dieser Entwicklungen stehen die Menschen. Der Fokus der Aktivitäten liegt daher darauf, Bewusstsein zu schaffen, den Wandel zu unterstützen, die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zu qualifizieren und durch die künftigen Veränderungen zu begleiten. Dadurch eröffnen sich auch neue Chancen für den ländlichen Raum.


Niederösterreich ist Zukunftsland

Foto einer digitalen Landkarte auf einem Tablet
© michael liebert

Niederösterreich ist mit 19.186 km² flächenmäßig das größte Bundesland Österreichs und nach der Bevölkerungszahl das zweitgrößte.

Viele aktuelle Gegebenheiten stellen Niederösterreich auch in Bezug auf die voranschreitende Digitalisierung vor große Herausforderungen. Eine davon liegt in der Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur, sprich der Versorgung aller Wohnsitze mit Breitband.

Eine weitere Herausforderung liegt in der hohen Heterogenität der Regionen Niederösterreichs untereinander und innerhalb dieser Regionen selbst. Die Unterschiede machen sich an verschiedenen Aspekten bemerkbar, sei es in der Demographie, in der wirtschaftlichen Struktur und Dynamik, in der Kaufkraft, im Arbeitskräftepotenzial, aber auch in der Versorgung und nicht zuletzt in der Erreichbarkeit. Wie in vielen europäischen Gebieten besteht ein hohes Spannungsfeld zwischen stark wachsenden Zentralräumen und peripheren Regionen mit abnehmender Bevölkerungszahl. Daher gilt es regionsspezifische Bedürfnisse und Notwendigkeiten für die Digitalisierung zu berücksichtigen.

Niederösterreich hat wesentliche Stärken, auf die die Digitalisierungsstrategie aufbaut. In Niederösterreich liegen wichtige Verkehrsachsen von Straße, Schiene und Wasserstraße sowie der Flughafen – die Verkehrsdrehscheibe Österreichs. Das Bundesland verfügt über eine diversifizierte Unternehmensstruktur mit einem hohem KMU-Anteil und der dynamische Forschungs- und Bildungsbereich hat in den letzten 20 Jahren zur Etablierung von 13 neuen tertiären Bildungseinrichtungen geführt.

In vielen Bereichen der Verwaltung hat die Digitalisierung die Arbeitsprozesse bereits maßgeblich verändert, beschleunigt und erleichtert. Beispielsweise arbeiten alle seit 2014 durchgängig mit elektronischen Akten, die sowohl vom Arbeitsplatz als auch unterwegs abrufbar sind. 


Niederösterreich nutzt den digitalen Wandel 

Prozess zur Digitalisierungsoffensive 

Mit Jahresbeginn 2015 beschäftigte sich das Wirtschaftsressort des Landes Niederösterreich im Projekt „Wirtschaft 4.0“ mit den Auswirkungen des technologischen Wandels. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen wurden Maßnahmen und Initiativen geschaffen. Diesem Projekt ging die Initiative „Industrie 4.0“ voraus.

Im Sommer 2016 startete der Prozess zur Erarbeitung einer zukunftsorientierten mittel- bis langfristigen Digitalisierungsstrategie.

Grafik zum Prozess der Digitalisierung
© WST3


Bereits im Jahr 2016 wurden die Themenfelder der Digitalisierung in ressortübergreifenden und themen-spezifischen Arbeitsgruppen bearbeitet und Projekte angestoßen. Die daraufhin gestartete Digitalisierungsoffensive bezog mit einer ganzheitlichen Strategie Akteure und Akteurinnen außerhalb und innerhalb der Verwaltung mit ein.

Im Juni 2017 erfolgte die Gründung der Geschäftsstelle für Digitalisierung und damit die Erweiterung der Themenspektren auf die Digitalisierung der Verwaltung.

Resultierend aus dem intensiven Austausch und unter Miteinbeziehung wissenschaftlicher Expertise wurde im Jänner 2018 die Digitalisierungsstrategie Niederösterreich gestartet. Es wurden bereits zahlreiche Projekte und Maßnahmen umgesetzt. 

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Letzte Änderung dieser Seite: 25.7.2019
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