Unter dem Motto „Zukunft im Fluss“ fanden die diesjährigen Donau.Tourismus.Gespräche in der Landesgalerie Niederösterreich statt. Rund 250 Gäste aus Tourismus, Wirtschaft und Politik, allen voran Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, nutzten dieses Format, um sich über die Zukunft der Destination und konkrete strategische Initiativen auszutauschen.
Gerade im Tourismus sei die Zusammenarbeit aller Stakeholder von großer Wichtigkeit, betonte die Landeshauptfrau eingangs. Dabei komme den Gemeinden eine zentrale Rolle zu: „Denn unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und ihre Teams wissen genau, wo die Stärken ihrer Gemeinden liegen, wo der Schuh drückt und was es vor Ort braucht.“ Man müsse deshalb gemeinsam Ideen umsetzen und überlegen, wo man als Land unterstützen könne. „Denn vieles, was wir für unsere Gäste machen, kommt auch unseren Landsleuten zugute“, erklärte Mikl-Leitner und verwies auf gepflegte Ortskerne, gut erhaltene Rad- und Wanderwege oder auch ein lebendiges Kulturangebot. „All das stärkt den Tourismus, bringt Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Lebensqualität für die Menschen vor Ort.“
Die Landeshauptfrau unterstrich: „Wenn Land, Gemeinden, Tourismusbetriebe und Destinationen an einem Strang ziehen, entstehen neue Angebote und Erlebnisse.“ Genau das sei das Ziel der neuen Tourismusstrategie 2030+ des Landes: „Wir wollen mit Qualität Erlebnisse schaffen und so noch mehr nationale und internationale Gäste ganzjährig für unsere Regionen begeistern.“ Hier könne gerade die Donauregion mit vielfältigen Angeboten punkten: „Vom Wachauer Advent mit dem neuen Highlight in Dürnstein, dem Adventmarkt am Schiff, über Kultur- und Naturerlebnisse wie ,Wachau in Echtzeit´, die Kunstmeile Krems oder den Welterbesteig Wachau bis hin zu Kulinarik und ausgezeichneten Weinen.“ Dazu betonte die Landeshauptfrau: „In Niederösterreich haben wir in all unseren Regionen Potenzial für Ganzjahrestourismus. Unsere Aufgabe ist es, attraktive Angebote für 365 Tage zu schnüren, die wir dann gut kommunizieren müssen.“
Neben der Steigerung der Angebotsqualität und der Stärkung des Ganzjahrestourismus sei das dritte Ziel im Rahmen der Tourismusstrategie 2030+, den Betrieben das Arbeiten zu erleichtern. „Dazu arbeiten wir am digitalen Gästebuch. Damit können wir mit wenigen Klicks viel an Zettelwirtschaft beseitigen. Das entlastet Betriebe und Gemeinden“, so Mikl-Leitner. Zudem beschleunige man Verfahren, um etwa Betriebsübergaben einfacher und rascher abwickeln zu können.
Der Geschäftsführer der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Bernhard Schröder, präsentierte strategische Maßnahmen und Schwerpunkte für das kommende Jahr. Er unterstrich: „Zusammenhalt und Zusammenarbeit werden immer wichtiger. Nur so können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten und weiter ausbauen in Zeiten, in denen wir in massivem Wettbewerb mit anderen professionell geführten Destinationen stehen.“
Mario Pulker, Spartenobmann der Wirtschaftskammer Niederösterreich, sprach über die Herausforderungen der vergangenen Saison in der Donauregion und im Tourismus generell. „Die Tourismusbranche ist unter Druck“, sagte er. Gerade deshalb seien Strategien wie die Tourismusstrategie des Landes essenziell. Niederösterreich unterstütze die Branche „vorbildhaft“. Dabei hob er die Zusammenarbeit zwischen dem Land, der Wirtschaftskammer, der Niederösterreich Werbung und den Betrieben hervor. „Märkte gemeinsam bearbeiten und Produkte gemeinsam erschließen ist das Um und Auf“, so Pulker.
Zu Wort kamen auch die Geschäftsführerin der Kunstmeile Krems, Julia Flunger-Schulz, die über die Bedeutung der Zusammenarbeit von Kultur und Tourismus sprach, sowie Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, der die Tourismusstrategie 2030+ präsentierte.
In einem Panel unter dem Motto „Was bedeutet das für meinen Bereich?“ diskutierten der Geschäftsführer der Garten Tulln, Franz Gruber, die Geschäftsführerin der Donaustationen, Birgit Brandner-Wallner, Karin Rosenberger, Betreiberin der Donau Lodge Ybbs und Obfrau der Fachgruppe Hotellerie in der WKNÖ, sowie Markus Wachter, Geschäftsführer der Römerstadt Carnuntum.
Den Abschluss gestaltete der Ultracycler und zweifache Race Across America-Sieger Philipp Kaider mit seinem Impulsvortrag „Erfolgsfaktor Scheitern“.
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(v.l.n.r.) Bernhard Schröder (GF Donau NÖ Tourismus GmbH), Birgit Brandner-Wallner (GF Donaustationen), Markus Wachter (GF Römerstadt Carnuntum), Ultracycler Philipp Kaider, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Julia Flunger-Schulz (GF Kunstmeile Krems), Karin Rosenberger (Donau Lodge Ybbs) und Michael Duscher (GF NÖ Werbung).

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Elisa, die die Landeshauptfrau einen Tag lang begleitete, sowie (v.l.) Bernhard Schröder, Philipp Kaider, Moderatorin Birgit Perl, Birgit Brandner-Wallner, Markus Wachter, Michael Duscher, Karin Rosenberger, Julia Flunger Schulz, Mario Pulker und Franz Gruber.

„Wenn Land, Gemeinden, Tourismusbetriebe und Destinationen an einem Strang ziehen, entstehen neue Angebote und Erlebnisse“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei den Donau.Tourismus.Gesprächen.
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