Biologische Landwirtschaft

Die wesentlichen Rechtstexte und Informationen zur biologischen Produktion finden Sie auf der Homepage Kommunikationsplattform VerbraucherInnengesundheit des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz - BMASGK.


Zukauf von nicht biologisch aufgezogene Junglegehennen - Art. 42 lit. b der Verordnung (EG) Nr. 889/2008

Bei Nichtverfügbarkeit von biologischen Tieren können im Rahmen einer Ausnahme nicht biologisch aufgezogene Junglegehennen von weniger als 18 Wochen vor dem 31.12.2018 in eine biologische Tierhaltungseinheit eingestellt werden, sofern die einschlägigen Bestimmungen von Kapitel 2, Abschnitte 3 und 4 der VO (EG) 889/2008 erfüllt sind. Dafür stellen Sie bitte den Antrag Konventioneller Junghennenzukauf


Zukauf von konventionellen weiblichen Tieren (Rinder einschließlich Bubalus- und Bisonarten, Schweine, Schafe, Ziegen, Equiden) – Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008

Bei Nichtverfügbarkeit von biologischen Tieren, können im Rahmen einer Ausnahme konventionelle Tiere zugekauft werden.

Aufbau eines Bestands oder einer Herde: Die nichtökologischen/nichtbiologischen junge Säugetiere müssen unmittelbar nach dem Absetzen gemäß den ökologischen/biologischen Produktionsvorschriften aufgezogen werden.

Erneuerung eines Bestands oder einer Herde: Die nichtökologischen/nichtbiologischen ausgewachsenen männlichen und nulliparen weiblichen Säugetiere (geschlechtsreife Tiere – bestehende Trächtigkeit möglich) müssen anschließend gemäß den ökologischen/biologischen Produktionsvorschriften aufgezogen werden.

Zukauf weiblicher Tiere

Die Zahl der zugekauften weiblichen Tiere pro Jahr ist wie folgt begrenzt:

  • 10% des Bestandes an ausgewachsenen Equiden oder Rindern einschließlich Bubalus- und Bisonarten
  • 20% des Bestandes an ausgewachsenen Schweinen, Schafen und Ziegen
  • Bei Beständen mit weniger als 10 Equiden oder Rindern oder weniger als 5 Schweinen, Schafen und Ziegen ist die Bestanderneuerung auf maximal ein Tier pro Jahr begrenzt.

In Sonderfällen (erhebliche Vergrößerung des Tierbestandes, Rassenumstellung, Aufbau eines neuen Zweiges der Tierproduktion, gefährdete Rassen) kann die Zahl der zugekauften konventionellen weiblichen Tiere im Jahr auf bis zu 40% erhöht werden. Dieser Zukauf ist jedoch genehmigungspflichtig. Dafür stellen Sie bitte einen Antrag Konventioneller Tierzukauf.


Verwendung einer nichtökologischen/ nichtbiologischen Lebensmittelzutat landwirtschaftlichen Ursprungs – Art. 29 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008

Im Anhang IX der Verordnung sind alle nichtökologischen/ nichtbiologischen Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs gelistet, die ohne Genehmigung verwendet werden dürfen.

Wenn Sie andere Zutaten verwenden wollen, müssen Sie dafür einen Antrag stellen - Antrag Verwendung nichtbiologischer Lebensmittel.

Voraussetzungen für die Antragstellung:

  • Die Zutat kann nicht in ausreichender Menge nach den ökologischen/ biologischen Produktionsvorschriften hergestellt und nicht aus Drittländern eingeführt werden.
  • Das biologische Erzeugnis kann ohne die Zutat nicht hergestellt oder haltbar gemacht werden oder es können festgelegte ernährungsspezifische Anforderungen nicht eingehalten werden.
  • Der Anteil der beantragten nichtökologischen/ nichtbiologischen Lebensmittelzutat an den landwirtschaftlichen Zutaten des Bio-Produktes darf höchstens 5 % betragen.

Eine erste vorläufige Zulassung von maximal 12 Monaten kann höchstens dreimal um jeweils 12 Monate verlängert werden. 

Verkürzung von Umstellungszeiten von Anbauflächen für die biologische Produktion – Art. 36 der Verordnung (EG) Nr. 889/2008

Nehmen Sie dafür bitte Kontakt bei einer privat zugelassenen Kontrollstelle (siehe Liste auf https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/) auf. 

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Ihre Kontaktstelle des Landes

Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle (LF5)
Landhausplatz 1, Haus 12
3109 St. Pölten
E-Mail: post.lf5@noel.gv.at 
Tel: 02742/9005-13437
Fax: 02742/9005-12801
Letzte Änderung dieser Seite: 15.5.2018
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