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15.10.2026 | 10:24

Fünf Jahre nach Waldbrand in Hirschwang an der Rax: Forschung und Prävention im Fokus

LH Mikl-Leitner: „Aus den Erfahrungen von damals die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (v.l.) Oberverwalter Georg Dolezal und Kommandant Michael Steinacher (FF Reichenau), Bürgermeister Johann Döller, gfGR Johannes Ledolter und Gemeinderat Christian Blazek.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit (v.l.) Oberverwalter Georg Dolezal und Kommandant Michael Steinacher (FF Reichenau), Bürgermeister Johann Döller, gfGR Johannes Ledolter und Gemeinderat Christian Blazek.© NLK FilzwieserDownload (1.5Mb)

Fünf Jahre nach dem verheerenden Waldbrand am Mittagstein in Hirschwang an der Rax will die Marktgemeinde Reichenau an der Rax den Blick vor allem nach vorne richten. Bürgermeister Johann Döller informierte gemeinsam mit einer Abordnung Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei einem Arbeitsgespräch über eine für November geplante Informations- und Präventionsveranstaltung sowie über weitere Zukunftsprojekte der Gemeinde. Einen Schwerpunkt soll dabei das Forschungsprojekt „Austria Fire Futures“ bilden. 

Am 25. Oktober 2021 war am Mittagstein ein Waldbrand ausgebrochen, der sich auf rund 115 Hektar ausbreitete. Das steile und schwer zugängliche Gelände machte die Löscharbeiten zu einer besonderen Herausforderung und erforderte einen groß angelegten Einsatz von Feuerwehren und weiteren Einsatzorganisationen sowie umfangreiche Unterstützung aus der Luft. „Die Bilder vom Waldbrand am Mittagstein sind vielen von uns bis heute in Erinnerung. Vor allem aber bleibt die Erinnerung an den außergewöhnlichen Einsatz tausender Helferinnen und Helfer, die damals unter schwierigsten Bedingungen Großartiges geleistet haben“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Fünf Jahre danach geht es nicht nur darum zurückzublicken, sondern aus den Erfahrungen von damals die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Wissenschaft, Prävention und Bewusstseinsbildung können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Risiken frühzeitig zu erkennen und unsere Einsatzorganisationen bestmöglich zu unterstützen.“ 

Genau hier setzt das Forschungsprojekt „Austria Fire Futures“ an. Unter Einbindung von BOKU University, International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und dem Bundesforschungszentrum für Wald wurden zukünftige Waldbrand-Hotspots untersucht. Dabei werden unter anderem Klimaszenarien, Vegetation und Brennstoffmengen, Topografie sowie menschliche Einflüsse berücksichtigt. Einen besonderen regionalen Bezug gibt es für Reichenau: Das Raxgebirge wurde als Fallstudienregion herangezogen, um auch die Auswirkungen von Freizeitaktivitäten auf das Waldbrandrisiko zu untersuchen. 

Die Erkenntnisse aus Forschung und Praxis sollen bei einer Informations- und Präventionsveranstaltung im November in Reichenau zusammengeführt werden. Im Mittelpunkt sollen neben dem Rückblick auf den Waldbrand 2021 insbesondere die zukünftige Entwicklung des Waldbrandrisikos, Präventionsmöglichkeiten, Risikokommunikation und die Sensibilisierung von Einheimischen und Gästen stehen. 

„Der Waldbrand 2021 hat uns gezeigt, wie wichtig Vorbereitung, Zusammenarbeit und eine leistungsfähige Infrastruktur sind“, sagte geschäftsführender Gemeinderat Johannes Ledolter. „Deshalb wollen wir fünf Jahre danach gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Tourismusverband Semmering-Rax-Schneeberg nicht nur erinnern, sondern vor allem informieren und sensibilisieren. Mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen haben wir die Möglichkeit, den konkreten Erfahrungen aus Reichenau einen Blick in die Zukunft gegenüberzustellen.“ 

Thema des Arbeitsgesprächs war auch die Weiterentwicklung der Feuerwehrinfrastruktur in Reichenau. Für einen möglichen Neubau des Feuerwehrhauses liegt eine erste Projektstudie vor. Bevor weitere Schritte gesetzt werden können, sind insbesondere Fragen der Finanzierung und Förderung sowie die grundstücksrechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßt die Überlegungen für einen Neubau und sicherte der Gemeinde Unterstützung bei den weiteren Planungs- und Abstimmungsschritten zu.

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(v.l.n.r.) Michael Steinacher, Georg Dolezal, Christian Blazek, Johann Döller und Johannes Ledolter mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
(v.l.n.r.) Michael Steinacher, Georg Dolezal, Christian Blazek, Johann Döller und Johannes Ledolter mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.© NLK FilzwieserDownload (1.6Mb)

(v.l.n.r.) Michael Steinacher, Georg Dolezal, Christian Blazek, Johann Döller und Johannes Ledolter mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

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