„Danke, dass Sie ‚Ja‘ zur Verantwortung sagen und sich für den schönsten, aber bestimmt herausforderndsten Beruf als Lehrerin oder Lehrer entschieden haben“, begrüßte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vergangenen Dienstagnachmittag rund 700 neue Landeslehrerinnen und Landeslehrer im Festspielhaus St. Pölten.
„Der wichtigste Schlüssel für die Zukunft unserer Kinder ist Bildung, Bildung und nochmals Bildung – und diesen Schlüssel halten Sie mit in der Hand“, sagte die Landeshauptfrau. Wie die Arbeitswelt in den nächsten Jahrzehnten aussehe und welche beruflichen Möglichkeiten heutige Volksschulkinder einmal haben werden, wisse man noch nicht. Umso wichtiger sei es, ihnen das nötige Rüstzeug mitzugeben: „Lesen, Schreiben, Rechnen, Coden und Allgemeinwissen. Genauso müssen wir die Kinder darin fordern und fördern, selbstständig zu denken, neugierig zu bleiben und Informationen kritisch zu hinterfragen“, so Mikl-Leitner. Die Kinder müssten auch lernen, dass nicht alles beim ersten Mal gelinge: „Aus Fehlern kann und soll man lernen. Ohne Anstrengung und ohne Leistung gibt es keinen Erfolg. Und Leistung ist etwas Schönes.“
Die Herausforderungen im Lehrberuf seien größer geworden, räumte die Landeshauptfrau ein. Social Media, Digitalisierung und der schnelle Wandel des Wissens hätten das Lernen und Unterrichten verändert. „Gleichzeitig gilt es, unterschiedliche Sprachen, Kulturen und Religionen zusammenzubringen und unseren Traditionen und unserem Brauchtum ausreichenden Raum im Klassenzimmer zu geben. Denn sie geben Halt und Orientierung.“ Allen Kindern und Jugendlichen unsere Traditionen und Werte zu vermitteln, schaffe Verständnis und ein friedliches Miteinander, zeigte sich Mikl-Leitner überzeugt. Dazu gehöre auch die konsequente Umsetzung des Kopftuchverbotes für Mädchen unter 14 Jahren: „Ein Zeichen, dass Mädchen genauso wie Burschen frei und gleichberechtigt aufwachsen dürfen.“ Das Kopftuch sei in unserem Kulturkreis und für die Landeshauptfrau persönlich „nicht nur ein Fetzen Stoff, sondern ein Symbol der Unterdrückung“, das in den Klassenzimmern nichts verloren habe.
Für all diese Aufgaben brauche es „viel Fachkompetenz, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen sowie die Bereitschaft, sich laufend weiterzubilden“, meinte Mikl-Leitner. Die Lehrerinnen und Lehrer könnten dabei auf die Unterstützung ihres Dienstgebers zählen: „Denn Sie sind Wissensvermittler und Wertevermittler, Wegbegleiter und tägliches Vorbild für unsere Kinder. Wir als Land und Bildungsdirektion sind deshalb als Servicestelle immer für Ihre Anliegen da.“
Bildungsdirektor Karl Fritthum unterstrich die Rolle der Bildungsdirektion als Partnerin: „Wir bieten Ihnen Service in der Zentrale in St. Pölten und in unseren Außenstellen. Mit unserer Schulaufsicht und gemeinsam mit der Personalvertretung sind wir tief in den Regionen verankert.“ Er wünschte den neuen Lehrerinnen und Lehrern „Erfüllung in diesem sehr verantwortungsvollen, aber auch sehr schönen Beruf“ und hieß sie „herzlich willkommen im Team von 23.000 Kolleginnen und Kollegen“.
Speaker Ali Mahlodji hielt eine Keynote zum Thema „FutureMindset: Die Zukunft beginnt im Klassenzimmer“. Die Big Band des BORG Krems unter der Leitung von Christof Gigacher begeisterte mit der musikalischen Gestaltung der Veranstaltung.
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(v.l.) Keynote Speaker Ali Mahlodji, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bildungsdirektor Karl Fritthum begrüßten rund 700 neue Landeslehrerinnen und Landeslehrer.

Nach der Veranstaltung blieb Zeit für Gespräche mit den neuen Lehrkräften im NÖ Bildungswesen.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (vorne li.), Bildungsdirektor Karl Fritthum (2.v.re.) und Bandleiter Christof Gigacher (re.) mit der Big Band des BORG Krems
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