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25.09.2026 | 10:01

LH Mikl-Leitner zur Studie „GenAI Produktivität am Arbeitsplatz“

Land NÖ, WKNÖ, IV NÖ und Haus der Digitalisierung bringen Whitepaper in die Unternehmen

(v.l.n.r.) Lukas Reutterer (GF Haus der Digitalisierung), Michael Bartz (Professor am IMC Krems und Forschungsprojektleiter der Studie), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Kari Ochsner (Präsident IV NÖ), Wolfgang Ecker (Präsident WKNÖ), Claus Zeppelzauer (GF Haus der Digitalisierung).
(v.l.n.r.) Lukas Reutterer (GF Haus der Digitalisierung), Michael Bartz (Professor am IMC Krems und Forschungsprojektleiter der Studie), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Kari Ochsner (Präsident IV NÖ), Wolfgang Ecker (Präsident WKNÖ), Claus Zeppelzauer (GF Haus der Digitalisierung).© NLK FilzwieserDownload (1.8Mb)

Generative Künstliche Intelligenz bringt bereits heute messbare Produktivitätsgewinne im Büroalltag. Das zeigt die aktuelle Studie „GenAI Produktivität am Arbeitsplatz“ der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems. An der Erhebung beteiligten sich 1.196 Büromitarbeiterinnen und Büromitarbeiter aus österreichischen Unternehmen; 1.016 valide Datensätze flossen in die Auswertung ein. Das Land Niederösterreich, die Wirtschaftskammer Niederösterreich, die Industriellenvereinigung Niederösterreich und das Haus der Digitalisierung stellen die Ergebnisse nun als Whitepaper für Unternehmen zur Verfügung und verbreiten sie über ihre Newsletter, Medien und Netzwerke.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Künstliche Intelligenz ist längst Teil unserer Arbeitswelt. Entscheidend ist, dass wir ihre Möglichkeiten verantwortungsvoll und mit klarem Mehrwert für die Menschen und unsere Betriebe nutzen. Die Studie zeigt, dass generative KI schon heute Arbeitsabläufe effizienter machen kann. Mit dem Whitepaper bringen wir diese Erkenntnisse direkt zu den niederösterreichischen Unternehmen.“

Rund ein Fünftel der befragten GenAI-Nutzerinnen und -Nutzer erzielt bereits wöchentliche Zeiteinsparungen von zehn bis 20 Prozent der Arbeitszeit. Gleichzeitig verfügen fast 70 Prozent der Anwenderinnen und Anwender über weniger als ein Jahr GenAI-Erfahrung, und weniger als 30 Prozent nutzen die Technologie täglich. Besonders bemerkenswert: Auch mit geringer Erfahrung sind rasche Effizienzgewinne möglich.

„Generative KI leistet bereits heute einen messbaren Beitrag zur Produktivität. Zugleich stehen viele Beschäftigte noch am Anfang der Lernkurve. Genau darin liegt enormes Potenzial: Wer GenAI im Arbeitsalltag ausprobiert und erste Erfolge erlebt, kann sehr schnell einen konkreten Nutzen erzielen“, erklärt Michael Bartz, Professor am IMC Krems und Forschungsprojektleiter der Studie.

Die gewonnene Zeit fließt überwiegend zurück in die Arbeit: 64 Prozent reagieren schneller auf Anfragen oder Liefern Ergebnisse rascher, 63 Prozent erledigen mehr Aufgaben pro Tag und 54 Prozent investieren die Zeit in höherwertige Tätigkeiten. Zu den häufigsten Einsatzfeldern zählen das Verbessern und Zusammenfassen von Texten, Recherche, Übersetzungen sowie die Strukturierung von Wissen.

„Für unsere Betriebe zählt der konkrete Nutzen. Wenn Routineaufgaben schneller erledigt werden und dadurch mehr Zeit für Kundinnen und Kunden, neue Ideen oder anspruchsvollere Aufgaben entsteht, wird KI zum Wettbewerbsvorteil. Das Whitepaper zeigt, wo Unternehmen praxisnah ansetzen können. Mit unseren TIP – Technologie- und InnovationsPartnern unterstützen wir bei der entsprechenden Umsetzung“, so Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Die Studie macht auch deutlich, dass erfolgreiche KI-Nutzung nicht allein eine technische Frage ist. Führungskräfte und interne Vorbilder spielen eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig sind freigegebene Werkzeuge und klare Regeln: Fehlen geeignete Unternehmenslösungen, steigt das Risiko, dass Beschäftigte auf private oder nicht freigegebene Anwendungen ausweichen.

„Produktivität ist ein zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandortes. Generative KI bietet hier große Chancen. Dafür braucht es klare Rahmenbedingungen, sichere Anwendungen und Führungskräfte, die den Wandel aktiv gestalten. Es wird aber auch an uns allen liegen, mit der KI verantwortungsbewusst umzugehen“, führt Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, aus.

Mit der gemeinsamen Verteilung des Whitepapers wollen Land Niederösterreich, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Haus der Digitalisierung Awareness schaffen und Unternehmen den Einstieg erleichtern. Die Initiative ergänzt die Beteiligung des Haus der Digitalisierung an der Wirtschaftsplattform von Digital Austria und stärkt damit die Kompetenzoffensive rund um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

„Mit dem Whitepaper schaffen wir Awareness, mit unseren Workshops bringen wir das Thema in die konkrete Anwendung. Unternehmen sollen KI selbst ausprobieren und unmittelbar erleben können, wo sie im Arbeitsalltag Nutzen stiftet. Die Vernetzung über Digital Austria verstärkt diese Kompetenzoffensive zusätzlich“, betonen die Haus der Digitalisierung Geschäftsführer Lukas Reutterer und Claus Zeppelzauer.

Die nächsten Workshops im Haus der Digitalisierung in Tulln:

Einsatz generativer KI im Unternehmen (Workshop für Fortgeschrittene), 28.09.2026, 14 bis 18 Uhr, Details: www.virtuelleshaus.at/de/events/promting2-sept

Prompt-a-thon: Vom Use Case zum perfekten Prompt, 7.10.2026, 14 bis 18 Uhr, Details: www.virtuelleshaus.at/de/events/promtathon-okt

n8n – Von Null zur eigenen Automatisierung, 14.10. 2026, 9 bis 14 Uhr, Details: www.virtuelleshaus.at/de/events/n8n-okt26

Alle Details zur Studie: www.virtuelleshaus.at/de/news/ki-studie

Weitere Informationen: Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000-19619, E-Mail m.steinmassl@ecoplus.at

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