„Verspielte Symmetrie - Der Barockgarten als Gesamtkunstwerk“ ist der Titel der Sonderausstellung 2026 auf Schloss Hof, die bis inklusive 2. November läuft und heute von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit den Worten „Kultur verbindet. Kultur wirkt. Kultur schafft Zukunft“ offiziell eröffnet wurde.
„Wer nach Schloss Hof kommt, spürt sofort: Das ist ein ganz besonderer Ort“, sagte Mikl-Leitner eingangs. Das Ensemble aus Schloss, Gebäuden und Barockgarten sei „kein Zufall, sondern bewusste Inszenierung und Gestaltung – ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang.“ Sie verwies auch auf die historische Bedeutung der Anlage, die auf Prinz Eugen von Savoyen zurückgeht und unter Maria Theresia zu einem Ort der Begegnung, der Macht, der Offenheit und der Kultur weiterentwickelt wurde. „Schloss Hof steht damit exemplarisch für die kulturelle Strahlkraft Niederösterreichs weit über die Landesgrenzen hinaus.“
Kultur sei in Niederösterreich „nicht nur Erinnerung, sondern lebendige Gegenwart“, führte die Landeshauptfrau aus. Sie schaffe Identität, stärke den Zusammenhalt, mache das Land international sichtbar und sei vor allem ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. „Schloss Hof ist dabei ebenso ein kultureller Leitbetrieb wie andere bedeutende Standorte – von Grafenegg über den Semmering bis zur kürzlich eröffneten Landesausstellung in Mauer“, unterstrich Mikl-Leitner.
Schloss Hof sei aber weit mehr als ein kultureller Hotspot. Es zeige gerade in Zeiten wie heute, in denen man spüre, dass Friede, Freiheit und Wohlstand keine Selbstverständlichkeit mehr seien: „Der Mensch kann nicht nur zerstören, er kann auch gestalten.“ Die Ausstellung sei daher weit mehr als ein kulturhistorischer Rückblick, betonte Mikl-Leitner: „Sie ist ein Fingerzeig für uns alle, dass es eine Antwort auf die Krisen, Konflikte und Kriege der Gegenwart gibt und die heißt: Mut zur Gestaltung, Denken in Generationen und Verantwortung für das gemeinsame Ganze.“
Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group, erklärte, die Ausstellung zeige, was man auf den ersten Blick nicht sehe: „Der Barockgarten ist ein Zusammenspiel aus Symmetrie, Botanik, Handwerk, Technik und Inszenierung – ein Stück Natur, das mit Herz, Erfahrung, Freude und Präzision gestaltet wird.“ Man dürfe ein Kulturerbe wie Schloss Hof nicht einfach überlassen, sondern müsse es mit Wissen, Erfahrung und Geduld gestalten und öffentlich zugänglich machen, betonte er.
Severin Gruber, Generalsekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, meinte, das ganze Leben verlaufe asymmetrisch, deshalb sehne man sich oftmals nach Symmetrie. „Dazu braucht es Menschen, die Symmetrie und Harmonie erschaffen, so wie die Gärtnerinnen und Gärtner, die Sehnsuchtsorte wie den Barockgarten gestalten.“
Ausstellungskuratorin Katrin Harter erklärte zur Ausstellung, man habe darin Besonderheiten des Barockgartens herausgearbeitet und dazu sieben Räume sieben unterschiedlichen Bereichen gewidmet – etwa Wasser oder Architektur. „Die Ausstellung ist wie ein Spaziergang durch einen imaginären Garten und soll ,das Vorspiel´ für den Besuch des realen Barockgartens auf Schloss Hof sein“, so Harter.
Durch die Eröffnungsfeier führte Schauspieler Jürgen Maurer, begleitet wurde diese von Lesungen der Schauspielerin Maria Köstlinger und musikalisch umrahmt von der Philharmonie Marchfeld.
Alle Informationen zur Ausstellung online auf www.schlosshof.at/veranstaltungen/alle-veranstaltungen/event/sonderausstellung-verspielte-symmetrie
Weitere Bilder

Ausstellungseröffnung „Verspielte Asymmetrie – Der Barockgarten als Gesamtkunstwerk“ auf Schloss Hof.

Im Kreise zweier barocker Damen bei der Eröffnung der Sonderausstellung 2026 auf Schloss Hof (v.l.): Alexander Palma (Sektionsleiter für kulturelles Erbe im Bundesministerium), Schauspieler Jürgen Maurer, Kuratorin Katrin Harter, Schauspielerin Maria Köstlinger, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Klaus Panholzer (Geschäftsführer Schönbrunn Group), Generalsekretär Severin Gruber und Bezirkshauptfrau Claudia Pfeiler-Blach.

Am Rande der Ausstellungseröffnung konnte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner einen Blick auf das künftige Projekt „Chalets auf Schloss Hof“ werfen.
Rückfragen & Information
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit Doris Zöger Tel.: 02742/9005-13314
E-Mail: presse@noel.gv.at
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten

