07.06.2026 | 10:12

Polizeisicherheitszentrum St. Pölten - Vorentwurf freigegeben

LH Mikl-Leitner/BM Karner: Meilenstein für die Sicherheit in der Landeshauptstadt

Das neue Polizeisicherheitszentrum in St. Pölten nimmt konkrete Formen an: Mitte Mai 2026 hat das Land Niederösterreich den Vorentwurf für eines der größten Hochbauprojekte des Landes freigegeben. Vorausgegangen waren intensive Abstimmungen mit dem Bundesministerium für Inneres.

„Sicherheit zählt zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der Menschen. Mit dem neuen Polizeisicherheitszentrum errichten wir gemeinsam mit dem Bund eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur für die Sicherheitsarbeit in Niederösterreich. Die Freigabe des Vorentwurfs ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung dieses bedeutenden Zukunftsprojekts“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ergänzt: „Niederösterreich investiert bewusst in dieses Sicherheitszentrum, das Polizei, Staatsschutz, Einsatztraining und eine zusätzliche Polizeiinspektion unter einem Dach vereint. Wir schaffen so ein Vorzeigeprojekt für ein sicheres und gutes Miteinander und leisten einen Beitrag zur besten Zukunft unserer Kinder.“

Innenminister Gerhard Karner dankt dem Land Niederösterreich und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für die gute und enge Zusammenarbeit in Fragen der Sicherheit: „Die Polizei-Inspektionen als Basis und ein neues zeitgemäßes Sicherheitszentrum in der Landeshauptstadt sind wesentlich für die Sicherheit in Niederösterreich. Im neuen Sicherheitszentrum sind viele Einheiten unter einem Dach. Das bedeutet noch mehr Schlagkraft und Effektivität im Kampf gegen die Kriminalität“.

Errichtet wird das Polizeisicherheitszentrum vom Land Niederösterreich für das Bundesministerium für Inneres. Künftig sollen zentrale Organisationseinheiten der Landespolizeidirektion Niederösterreich an einem Standort zusammengeführt werden. Seit der Unterzeichnung der Organisations- und Finanzierungsvereinbarung durch das Land Niederösterreich, das Bundesministerium für Inneres und die Stadt St. Pölten im Dezember 2024 wurden mehrere Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen. Dazu zählen die Planerfindung, Grundankäufe, der Feststellungsbescheid, dass das Projekt nicht UVP-pflichtig ist, sowie die Beschlüsse zu Flächenwidmungs- und Bebauungsplan im März 2026 im Gemeinderat.

Geplant ist ein Sicherheitszentrum mit neun Gebäuden und rund 36.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Grundlage dafür sind die Pläne der ARGE Pfaffenbichler, Maurer und Partner. Untergebracht werden unter anderem die Landespolizeidirektion Niederösterreich, die Einsatzabteilung mit Einsatztrainingszentrum, das Landeskriminalamt, das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, die Fremden- und Grenzpolizeiliche Abteilung, die Landesverkehrsabteilung, die Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche Abteilung, die Logistikabteilung sowie das Stadtpolizeikommando St. Pölten.

Die Projektverantwortung liegt beim Land Niederösterreich, Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, gemeinsam mit der NÖ Landeshauptstadt Planungsges.m.b.H. (NÖPLAN). „Mit der Freigabe des Vorentwurfs ist ein wichtiger Projektschritt abgeschlossen. Nun können wir die Entwurfsplanung vorantreiben und die nächsten Schritte für die Umsetzung setzen“, sagt Bauherrenvertreter Christoph Reiter-Havlicek, Leiter der Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement. Derzeit wird die Entwurfsplanung ausgearbeitet. Die Einreichung ist für Dezember 2026 vorgesehen, der Baubeginn soll im Sommer 2027 erfolgen. Die Übergabe an die Landespolizeidirektion Niederösterreich ist für das erste Halbjahr 2030 geplant.

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